Sicherheitsupdates

Windows-Update KB5129195 führt bei manchen Systemen zu Bootfehlern

Für bestimmte Windows-11-Systeme ist aktuell ein wichtiges Update verfügbar, das jedoch zu einem kritischen Problem führen kann. Das Update KB5129195 wurde am 14. September 2026 veröffentlicht und soll Sicherheitslücken im Remote Desktop Service sowie in Hyper-V beheben.

Bei der Installation dieses Updates auf manchen Computern tritt nach dem Neustart ein Fehler auf. Das System zeigt eine schwarze Bildschirmanzeige an und meldet den Fehlercode 0xED mit der Bezeichnung „UNMOUNTABLE_BOOT_VOLUME“. In diesem Zustand ist das Betriebssystem nicht mehr startbar, und der Zugriff auf Dateien oder Anwendungen ist ohne Reparaturmaßnahmen verloren.

Wer ist betroffen?

Betroffen sind vor allem Nutzer von Windows 11 Enterprise (Version 25H2) sowie Systeme, die auf Basis von Vorschau-Updates installiert wurden. Dies betrifft insbesondere:

  • Nutzer mit Windows 11 Home oder Pro, die das Update manuell oder automatisch als „Optional Update“ erhalten haben.
  • Geräte verschiedener Hersteller wie HP, DELL oder Lenovo.
  • Systeme, die bereits das September-Update KB5124008 installiert hatten und daraufhin dieses neue Update nachziehen.

Der Fehler scheint von spezifischen Systemkonfigurationen abhängig zu sein. Es ist derzeit unklar, ob bestimmte Festplattenhersteller oder Firmware-Einstellungen eine Rolle spielen. Auch die Nutzung von Hyper-V-Funktionen könnte in manchen Fällen mit dem Problem zusammenhängen.

Was bedeutet das für Sie?

Für Unternehmen und Privatanwender ist dies ein ernstzunehmendes Risiko, da betroffene Computer nach dem Update nicht mehr einsatzbereit sind. Besonders betroffen sind Umgebungen, in denen Updates automatisch installiert werden. Hier können massiv viele Clients gleichzeitig ausfallen.

Was sollten Sie jetzt tun?

Um einem solchen Ausfall vorzubeugen oder ihn zu beheben, empfehlen wir folgende Schritte:

  • Automatische Updates deaktivieren: Prüfen Sie in den Windows-Einstellungen unter „Windows Update“, ob die automatische Installation von „Optional Updates“ (Vorschau-Updates) aktiviert ist. Deaktivieren Sie diese Funktion vorübergehend, bis Microsoft eine offizielle Bestätigung der Stabilität gibt.
  • Backups und Restore Points: Erstellen Sie vor der Installation von Updates regelmäßig System-Wiederherstellungspunkte oder Sicherungskopien Ihrer Daten. Dies ist die wichtigste Vorsorgemaßnahme.
  • Reparaturmaßnahmen bei Fehlern: Falls das Update bereits installiert wurde und ein Bootfehler auftritt, versuchen Sie zunächst, das Update über die Reparaturoptionen in der Windows-Umgebung zu deinstallieren oder einen früheren System-Wiederherstellungspunkt wiederherzustellen.
  • Neuinstallation als letzte Option: Wenn keine Wiederherstellungsoptionen funktionieren, bleibt oft nur eine Neuinstallation von Windows übrig. Prüfen Sie bei betroffenen Systemen zudem die BIOS-Einstellungen (Secure Boot, BitLocker) und Firmware-Updates.

Wichtiger Hinweis: Bitte deinstallieren Sie das Update nicht vorschnell ohne vorherige Datensicherung, da dies in manchen Fällen zu Datenverlust führen kann. Die Deinstallation ist nur über spezielle Reparaturwerkzeuge möglich.

Unterstützung durch LinTeum

Sind Sie unsicher, ob Ihr System betroffen ist oder benötigen Sie Hilfe bei der Prüfung und Absicherung? Wir unterstützen Sie gerne bei der Analyse Ihrer Konfiguration und der Umsetzung von Schutzmaßnahmen. Kontaktieren Sie uns einfach über unser Kontaktformular oder telefonisch.

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